Burgen und Schlösser

Schloss und Schlosspark Burgscheidungen
Schloss Herbsleben

Schloss Herbsleben

Das Schloss Herbsleben wurde 1958 abgerissen. Seit Anfang September 2000 wird die Ruine wieder freigelegt. Dabei stellte sich heraus, dass unter dem Abbruchschutt ein beträchtlicher Teil des Keller- und Erdgeschosses der ehemals dreigeschossigen Anlage erhalten geblieben ist. Eine Sensation waren die Entdeckungen von beeindruckenden Renaissanceresten und Teile von Mauerwerk aus spätgotischer Zeit (um 1230). Die imposante dreibogige Brücke aus dem ausgehenden 17. Jh. über den ursprünglich 30 m breiten und 6 m tiefen Burggraben ist inzwischen freigelegt und restauriert. [Etappe 3]

www.verein-schlossruine-herbsleben.de

Schloss Herbsleben

Hakenburg Thüringer Pforte

Von der Unterburg (Hakenburg) steht noch der 30 m hohe massive Turm und ein Stück der Ringmauer, die den rechteckigen Hof umgab. Vom Hofe hat man einen schönen Ausblick auf die Thüringer Pforte. An der dem Tal zugewandten Mauerseite ist eine tiefe gemauerte Öffnung erkennbar, die früher ein bis zur Unstrut herunterreichender Brunnen war, wo mit Eselskräften das Wasser emporgezogen wurde. Ausserdem sind Reste unterirdischer Keller vorhanden. Reste der Oberburg (Sachsenburg) stammen vom letzten Wiederaufbau im 16. Jh. [Etappe 4]

Wasserburg Heldrungen

Wasserburg Heldrungen

Eine erste Erwähnung der Burg Heldrungen stammt aus dem Jahre 1126. Auf der Burg wurde Bauernanführer Thomas Müntzer nach der Schlacht bei Frankenhausen 1525 gefangen gehalten und gefoltert. Die im 30-jährigen Krieg zerstörte Burg wurde 1664-68 als typische Festung nach italienisch-französischem Vorbild mit quadratischen Grundriss und einer Seitenlänge von etwa 400 m, sternförmig angelegten Bastionen, gewaltigen Erdwällen, innerem und äußerem Wassergraben umgestaltet. Die Burg beherbergt heute ein Thomas-Müntzer-Museum, eine Jugendherberge und ein Café. [Etappe 4]

www.stadt-heldrungen.de

Burgruine Wendelstein

Burgruine Wendelstein

Die Ruine Wendelstein des ehemals prächtigen Renaissanceschlosses steht auf dem Burgfelsen inmitten flacher Landschaft und ist weithin sichtbar. Reste von Wällen, Gräben und Bastionen zeugen von der Wehrhaftigkeit der Anlage. Stümpfe von mächtigen Türmen, einige Portale, Wappen von ehemaligen Schlossherren sind auch noch zu erkennen. Das erhaltene Hauptportal vom Neuen Schloss ist ein hervorragendes Zeugnis der guten Kenntnis, praktischen Übertragung und Weiterentwicklung von Ideen antiker Baukunst. Schöpfer des Prachtportals war der Leipziger Ratssteinmetz und Baumeister Friedrich Fuß. Der in den Fels gearbeitete Bergfried an der Südflanke bietet einen herrlichen Ausblick ins Unstrutttal. [Etappe 5]

Schloss Burgscheidungen

Schloss Burgscheidungen

Schloss Burgscheidungen ist eines der besterhaltenen und bemerkenswertesten barocken Profanbauten im thüringischen und sächsisch-anhaltinischen Gebiet. Eine geschwungene Freitreppe führt in den Schlossgarten. Der italienische Terrassengarten mit seinen Plastiken und dem Grottenhof wurde ebenfalls vom Baumeister David Schatz angelegt, die Steinfiguren (Götter, Göttinnen und Fabelwesen) wurden von Bildhauer Joseph Blühme aus Altenburg in den Jahren 1726-29 geschaffen. Zickzackwege zwischen kurzgeschnittenen Buchenhecken verlaufen den Hang hinunter und bieten von unten ein herrliches Panorama mit dem Schloss. Das Café "Gräfin-Cosel" begrüßt seine Gäste im barocken Ambiente. [Etappe 6]

www.schloss-burgscheidungen.de

Neuenburg Freyburg

Neuenburg Freyburg

Die Neuenburg auf einem Bergsporn hoch über der Stadt Freyburg entstand in 4 Bauperioden. Ab 1061 entstanden Kernburg, Bergfried, Kapelle und Wohnturm, im 12. Jh. eine neue Vorburg, der zweite Bergfried, weitere Wirtschafts- und Wohngebäude, und der Wohnturm wurde zum Palas. Als Landgräfin Elisabeth residierte, entstanden 1190-1229 ein Wohnturm an der Südseite, ein dritter Bergfried, eine weitere Vorburg, die spätromanische Doppelkapelle wurde ausgebaut. Unter den sächsischen Kurfürsten 1552-57 entstand das Wohnschloss. Im 18. Jh. ließen die Herzöge von Sachsen-Weißenfels barocke Umbauten vornehmen. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ist das Schloss seit 1992 zu besichtigen und beherbergt ein Museum. [Etappe 6]

www.schloss-neuenburg.de

Friederikenschlösschen Langensalza

Das Friederikenschlösschen wurde 1749 bis 1751 als Sommerresidenz für Herzogwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels im Barockstil erbaut. Sie vergrößerte das Gartengrundstück und gestaltete eine barocke Gartenanlage mit Wagen- und Stallhaus. Im hinteren Teil des Gartens steht der historische Gartenpavillon aus dem Jahr 1878 mit einem Schwefelbrumnnen. Heute ist das Schlösschen Gästeinformation und Veranstaltungszentrum. [Etappe 2]

Schloss Gebesee

Schloss Gebesee

Das Schloss Gebesee ist ein Barockbau von 1740. Mit dem Bau des Schlosses wurde durch die Familie von Oldenhausen begonnen. Letzte Besitzer waren die Herren von den Brinken 1918. Seit 1923 beherbergt das Schloss pädagogische Einrichtungen. Zur Anlage gehören das Haupthaus, ein Torhaus, das Amtshaus mit Turm und Familienwappen über der Eingangstür sowie ein gepflegter Schlosspark. [Etappe 3]

Schloss Vitzenburg

Schloss Vitzenburg

Die auf dem Bergsporn gelegene Burg erschien als "Fizenburc" gegen Ende des 8. Jh. im Hersfelder Zehntverzeichnis. Der Umbau zum zweiflügeligen Renaissanceschloss mit Treppenturm erfolgte 1586/87 durch Nickel Delitzscher. Weitere Umbauten folgten: 1695 die barocke Erweiterung des Nordflügels, 1840 und 1880 im Neurenaissance- und Neubarockstil. [Etappe 6]

Schloss in Altengottern

Das Schloss in Altengottern nahe der Unstrut könnte aus einer früheren Wasserburg entstanden sein. Der Wiederaufbau nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg erfolgte unter Rudolph Levin Marshall. [Etappe 2]

Bergfried Burg Thamsbrück

In Thamsbrück ist nur ein Bergfried von der Burganlage aus dem 12. Jh. noch erhalten. Der Sohn des Landgrafen Ludwig I., Graf Ludwig von Tummesbrucken, ließ 1149 die Burganlage erbauen. [Etappe 2]

Burg Großvargula

Die Burg Großvargula wurde wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 13. Jh. zum Schutz eines Unstrutüberganges angelegt. Die Burg war Stammsitz der Schenken von Vargula, kam später in den Besitz des Deutschen Ritterordens und danach an die Stadt Erfurt. Von den Umbauten aus der ersten Hälfte des 15. Jh. ist bis heute ein Torturm erhalten geblieben. Ein großer Teil der Zwingermauer sowie Bereiche der 1408 durch die Stadt Erfurt errichteten Kemenate sowie Teile des Palas und der Ringmauer konnten freigelegt werden. Das barocke Amtshaus ist der früheste nachweisbare Bau von Gottfried Heinrich Krohne in Thüringen. [Etappe 3]

Schloss Wiehe

Das Schloss Wiehe entstand als Rennaissancebau auf den Resten einer 1659 abgebrannten Burganlage. [Etappe 5]

Burgruine und Schloss Nebra

Die spätromanische Burgruine aus dem 12. Jh. war bis 1247 thüringischer Landgrafensitz. Die Anlage wurde im 15./16. Jh. zu einem Wohnschloss ausgebaut und war als Herrensitz für Quisin und Georg von Nißmitz. Es wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. Von der im 16. Jh. errichteten Anlage ist z.B. ein Wohnturm und die Kapelle erhalten. Das Neue Schloss Nebra wurde 1874 aus Nebraer Sandstein im Neorennaissancestil erbaut und gehörte dem Grafen Helldorf. Es wird jetzt als Schlosshotel genutzt. [Etappe 5]